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Demografischer Wandel lähmt die gesellschaftliche Erneuerung

Hörsaal Hochschule Neu-Ulm

Mit einem eskalierend wegbahnenden Eifer thematisiert die Branche den Demografischen Wandel, vor allem die versorgenden Sektoren der Gesundheitswirtschaft müssen sich auf die in Deutschland längst gekippte Alterspyramide einstellen. Oft klingt das nach Selbstzweck und Tugend in einem Atemzug und lässt sich mit weissagenden Ausblicken hervorragend rechtfertigen.

Heute im Hochschulzentrum Vöhlinschloss der Hochschule Neu-Ulm war ich zu Gast bei WissensTransferTag zu den Gesundheitswesen in Deutschland und der Türkei. Wie so oft, passierte das wirklich Spannende in der Mittagspause. Dort nämlich verwies Prof. Dr. Alexander M. Würfel in einem persönlichen Gespräch auf einen interessanten Artikel in der Süddeutschen Zeitung, der ihn schon vor längerer Zeit im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel fasziniert hatte.

In dem Artikel kam zur Sprache, dass es nicht nur um die Kompensation der Probleme geht, vor die uns der demografische Wandel in verheißungsvollen Prognosen stellt. Vielmehr werden wir als Gesellschaft eine nie dagewesene Lähnung erfahren, da älter werdende Menschen, egal welcher politischen Gesinnung sie angehören, bewahrend – ergo konservativ – auf die nötigen Veränderungen unserer Zeit reagieren. In der Mehrheit führt das zu gelähmter Innovationsfreude; ja quasi zu einer Erstarrung der Erneuerungskraft unserer Gesellschaft.

Vielleicht kennt jemand den Artikel und kann mir/uns einen Link ünber die Kommentarfunktion zukommen lassen. Spontan habe ich nichts gefunden auf http://www.sueddeutsche.de – ich würde mich damit gern konkreter auseinandersetzen. Denn wenn es so wäre, wie es mir offenbart wurde, dann hätte die Gesundheitswirtschaft viel größere Probleme als bereits angenommen.

Die mangelnde Bereitschaft der Branche, sich den kulturellen Erneuerungprozessen einer längst in Gang gesetzten gesamtgesellschaftlichen Entwicklung anzunehmen, werden aktuell überlagert vom Fetisch für rein medizin-zentrierte Innovationen. Kommen jetzt die im Artikel prognostiezierten demografiebedingten Lähmungserscheinungen dazu, führt das einerseits zur Kronspaltung der Gesellschaft (wie es Prof. Norbert Bolz ausdrücken würde) und dann wird es noch sportlicher für freimütige Geister wie mich, die sich der no-change-Lobby der Gesundheitswirtschaft gegenüber sehen.

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Frank Stratmann

... ist seit 2003 Projektentwickler für digitale Kommunikationskultur und virtuelle Beziehungsnetzwerke in der Gesundheitswirtschaft. Kurz Community Manager Healthcare für Gesundheitsnetzwerke, Ambulatorien, Medizinische Versorgungszentren, Klinik und Krankenhaus. Seit 2013 ist Frank Stratmann als Leiter Vertrieb Region West der Sana Kliniken AG. für die strategisches Marketingaufgabe eines an Werten ausgerichtetes Einweiserbeziehungsmanagements verantwortlich.