KhochN: In aller Freundschaft / Der Wert sozialer Medien

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Vom 18. bis 19. September 2013 findet in Berlin die nächste Runde http://www.khochn.de/ statt. Bereits im letzten Jahr habe ich einen Beitrag platziert. In diesem Jahr bin ich Teil der Programmkommission und moderiere das Knowledge-Café In aller Freundschaft. Der Wert Sozialer Medien.

Erst eben habe ich das Abstract fertig bekommen. Wie so oft hat mich zunächst lange beschäftigt, was man Teilnehmern bieten kann, auch zumuten darf. Erste Überlegungen, das Knowledge-Café als Basis Workshop anzubieten, in dem die scheinbar wichtigsten, sozialen Medien einmal mehr vorgestellt, diskutiert und ausgebrütet und für blöd gehalten werden, haben wir über Bord geworfen.

Holger Steudemann habe ich eben geschrieben: Es wird ein fortgeschrittenanspruchsvolles Basis-Knowledge-Café. Und ich will ergänzen, dass wir dem Wesen der Sozialen Medien auf die Spur kommen werden. Damit meine ich, Basis steht nicht für leicht. Denn diese für viele zunehmend technisierte Kommunikation trägt etwas tiefgründig menschliches in sich. Das wird anstrengend. Denn im Zentrum wird die Frage stehen:

Was machen die Sozialen Medien mit mir?

Denn je mehr eine bestimmte Technik der Kommunikation als normativ vereinbart gilt oder anders gesagt selbstverständlicher wird, um so menschlicher wird sie. Um so mehr betrifft sie mich selbst. Wer das begreift, kann dazu Strategien und Konzepte entwickeln, die den Kommunikationszielen entsprechen. Denn Technik, die funktioniert, wird benutzt. Und wer diese Technik nicht benutzt, funktioniert als Außenstehender zumindest nicht in vollem Umfang.

Krankenhäuser, Kliniken, MVZen, und Praxen erkennen das längst, tun sich aber schwer. Experten, die zu Rate gezogen werden, schießen dann schnell über das Ziel hinaus.

Denn schon fünf Meter weg vom Elfenbeinturm dieser Experten, die sich gern als allwissend und vielsagend aufspielen, Nebelkerzen znden, um den eigenen Kunden nur noch mehr kulturell zu überfordern, läuft ein ganz anderer Film. Apropos Film. Das eingebettete Video zeigt dokumentativ, dass viele etwas nutzen, das sie nicht beschreiben können. Oder sie haben Angst davor. Deineinfachste und dümmste Ausrede, die mir zu sozialen Medien einfällt.

In meinem Knowledge-Café werde ich also die Einlassungen interaktiv aufbereiten, die ich in diesem Jahr bereits beim Gesundheitskongress des Westens und beim Hauptstadtkongress präsentierte. Im nachfolgenden das kurze Abstract, worum es im Knowledge-Café “In aller Freundschaft. Der Wert Sozialer Medien” gehen wird. Wie gesagt abstrakt!

Abstract: In aller Freundschaft / Der Wert sozialer Medien

Freunde werden bevorzugt. Eine Freundschaft ist einmalig. Der Wert einer Freundschaft begründet sich in Ihrem Wesen.

Warum passt der traditionell empfundene Freundschaftsbegriff so schlecht zu den Sozialen Medien und seinen Netzwerken? Was hat Freundschaft mit der Kommunikation in Krankenhäusern zu tun? Warum benutzen wir ihn trotzdem? Wer ist ein Freund? Und warum bevorzugen immer mehr Menschen parallel zum wirklichen Leben die virtuell-soziale Verflechtung? Welche Bedeutung hat das für ein mutmaßliches Vertrauensverhältnis zwischen Klinik, Arzt und Patient?

Wo sich Knappheit und Überlastung in der Kommunikation zwischen Arzt und Patient manifestieren, wird nach neuen Hoffnungen gegraben. Ergo: Social Media erhalten immer mehr Aufmerksamkeit durch leistungserbringende Organisationen.
Wir alle sind Kinder der Medien unserer Zeit und hier steckt der Teufel im Detail. Social Media versprühen die Aura eines Massenmediums und sind es doch nicht.

Das Knowledge-Café bietet den Teilnehmern eine Spur, das Wesen der Sozialen Medien zu ergründen. Fernab der Mainstreamdebatte um Sinn und Nutzen, erarbeiten wir gemeinsam eine Indizienkette rund um die Phänomenologie der Soziale Medien. Diese Indizienkette referenziert bewusst nicht auf die technischen Details einzelner Plattformen. Vielmehr beantworten wir gemeinsam die wichtigen Fragen, um den eigenen Anspruchsgruppen mit einer Maßnahmenplanung zu begegnen, die eine für Leistungserbringer adäquate Teilhabe an Sozialer Vernetzung hervorbringt.

Kurz gefragt: Wie arrangiere ich ein zu bevorzugendes Werteverständnis im Sinne der eigenen Kommunikationsziele auf der Basis eines zeitgemäß-vertrauenschaffenden, medien-technischen und virtuell-sozialen Beziehungsgeflechts?

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Frank Stratmann

... ist seit 2003 Projektentwickler für digitale Kommunikationskultur und virtuelle Beziehungsnetzwerke in der Gesundheitswirtschaft. Kurz Community Manager Healthcare für Gesundheitsnetzwerke, Ambulatorien, Medizinische Versorgungszentren, Klinik und Krankenhaus. Seit 2013 ist Frank Stratmann als Leiter Vertrieb Region West der Sana Kliniken AG. für die strategisches Marketingaufgabe eines an Werten ausgerichtetes Einweiserbeziehungsmanagements verantwortlich.